Stellungnahme des Vorstands zum #Bombergate

Am 13. Februar jährte sich der alliierte Bombenangriff auf Dresden zum 69sten Mal.
In diesem Zusammenhang traten zwei vorgebliche [1] Femen-Aktivistinnen in Erscheinung, eine davon mit dem Spruch „Thanks Bomber Harris“ auf dem nackten Oberkörper.
Verschiedene Medien berichten, daß es sich bei dieser Aktivistin um eine Piraten-Abgeordnete aus Berlin handelt.

Der Vorstand des Bezirksverbands Tübingen der Piratenpartei hält es für äußerst pietätlos, an einer Stelle, an der tausende Menschen ihr Leben verloren, mit nackten Brüsten zu demonstrieren.

Natürlich sind wir froh über die Befreiung Deutschlands und Europas vom Regime des Nationalsozialismus, aber aus der Tötung von Menschen darf man kein Medienspektakel machen. Aus diesem Grund verurteilen wir die Aktion, egal von wem sie durchgeführt wurde.

Wir rufen alle Mitglieder im Bezirk auf, die aufgrund der Aktion in Dresden über einen Austritt aus der Piratenpartei nachdenken, zu bleiben und innerhalb der Piratenpartei für unsere Ideale Freiheit, Transparenz und Teilhabe einzutreten.

[1] Femen Deutschland hat sich inzwischen distanziert.

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4 Antworten auf Stellungnahme des Vorstands zum #Bombergate

  1. Peter sagt:

    Lieber BzV Tübingen,
    danke für diese unaufgeregte und kluge Erklärung.

  2. Datenschutz sagt:

    Ihr seid ganz weit vorne mit eurer unnötigen und verstandfreien Distanzierung.

  3. Ihr habt ein Problem, weil mit nackten Brüsten demonstriert wurde? Was ist das denn für eine seltsame Einstellung? „Pietätlos“ passt, wenn man das auf einer Trauerfeier macht. Nicht jedoch, wenn man es bei einer Demo gegen Naziaktionen tut. Und „aus der Tötung von Menschen darf man kein Medienspektakel machen“ … ich wusste nicht, dass es in Dresden am 13.02.2014 zu öffentlichen Exekutionen gekommen ist. Dass man äußert, dass diese Aktion unbedacht war und Gefühle verletzt hat, okay. Aber diese Form der Distanzierung finde ich traurig.

  4. Dirk sagt:

    Ihr bekommt in Dresden kein Fuß mehr auf den Boden. In eurer ersten Stellubgnahme habt ihr euch nicht einmal distanziert, eure Mitglieder finden es zum Teil noch in Ordnung. Seit Jahren kotzen sich Links- und Rechtsradikale in Dresden aus und missbrauchen unsere Stadt. Wir wollen einfach in Ruhe gedenken und das funktionierte Jahre gut, bis es politisiert wurde.Wir haben uns ausgesöhnt mit den Tätern und diese zur Trauerfeier begrüßt. Durch die kranken radikalen machen wie Jahr für Jahr nun ein Schritt zurück. Löst euch auf und verpisst euch aus unserer Stadt!

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